RibbonX-Workshop - Über Sinn und Unsinn von RibbonX

Programmierung des Menübandes - sinnvoll oder Spielerei?

Kurze Begriffserklärung:
RibbonX setzt sich zusammen aus "Ribbon" (englisch für Das Menüband) und "XML". XML steht für Extensible Markup Language (englisch für erweiterbare Auszeichnungssprache).

Auch unter Office 2000-2003 haben Anwender eigene Menüs und Symbolleisten erstellt. In den alten Versionen wurden Menüs und Symbolleisten noch per VBA oder über das Menü erstellt. Seit Office 2007 erstellt man benutzerdefinierte Ribbon und Schnellzugriffleisten per RibbonX.

Hin und wieder kommt es zu Diskussionen über Sinn und Unsinn der benutzerdefinierten Programmmierung von Menü, Symbolleisten, Menüband und Schnellzugriffleiste. Manche sind der Meinung dass dies alles nur Spielerei sei. Andere empfinden es als sehr hilfreich. Wie ist Ihre Meinung? Sinnvoll oder nicht?

Wo liegt der Sinn? Schon immer hatten Anwender den Wunsch, bestimmte Benutzeraktionen schneller ausführen zu können als mit Tastatur und/oder Maus. Dann kamen die Makros. Aber sich für alle Makros eine Tatsenkombination merken müssen? Oder Makros über einen Dialog aufrufen müssen? Letzteres kann bei mehreren Makros durchaus unübersichtlich werden. Da kamen die Makroschaltflächen. In alten Versionen, in denen die Makroschaltflächen noch über das Officemenü in Symbolleisten eingebunden wurden, konnten diese Schaltflächen bei Übertragung auf einen anderen PC dort nicht vorhanden sein. Da kam man auf die Idee, die Symbolleisten per VBA zu erstellen. Der Nachteil war, dass bestimmte Elemente nicht so ohne Weiteres deaktiviert werden konnten, ohne dass die Funktionen in anderen Dateien verfügbar blieben. Bei nicht sorgfältig programmierten Code konnte man leicht einiges an Menü und Symbolleisten zerschiessen (so erging es mir am Anfang). Mit der Einführung von RibbonX hat sich das geändert. Die Deaktivierung von Elementen und Befehlen bleiben auf die Datei beschränkt in der die Ribbon-Definition integriert ist. Eine Ausnahme bilden Add-Ins. In Add-Ins integrierte Einschränkungen können sich global auswirken. Eine "Zerstörung" der Original-Einstellungen ist daher (in der Regel) nicht möglich, da mit dem Schließen der Datei oder mit Wechsel in eine andere Datei automatisch der Originalzustand hergestellt wird, der Programmierer hat darauf keinen Einfluss.

Trotz aller Diskussionen sollten Sie sich nicht beirren lassen. Sie alleine entscheiden, ob Sie eigene Tabs für das Menüband und/oder Einträge für die Schnellzugriffleiste erstellen möchten. Ob das andere Menschen für Sinnvoll erachten oder nicht sollte Sie nicht stören.

Tipp:
Bevor Sie sich an RibbonX versuchen, legen Sie von den Dateien eine Sicherungskopie an. Nutzen Sie möglichst keine Produktivdateien. Testen Sie zuerst an Testdateien.